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Die 1980er Jahre

Eine neue Epoche für den Rundfunkchor [XVIII]

 

Chronik des Leipziger Rundfunkchores

von Rüdiger Koch

 

  „Da sind so ‘n paar verfluchte Schatten …“  XVIII-06

 

 


SLIDESHOW:

„Kegeleien“
Aussprüche von Herbert Kegel in Illustrationen von Hanna Czapka
Mit freundlicher Genehmigung der Tochter, Christiane Schneider
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Annäherungsversuch an den Menschen Herbert Kegel

Hanna Czapka, über lange Jahre dem Aushilfskreis des Rundfunkchores Leipzig angehörend, hat etwa 1970 ein kleines Heft mit Kegel-Aussprüchen illustriert.
Es trägt den bezeichnenden Titel:
„Kegeleien – ein Vierteljahrhundert glücklicher Zusammenarbeit bezeugend“ und den ebenfalls bezeichnenden Untertitel: „Ein Kampf um musikalische Gestaltung ausgefochten von Herbert Kegel und dem Rundfunkchor Leipzig …“

Auf Seite 28 des Heftchens findet sich der Ausspruch: „Da sind so ‘n paar verfluchte Schatten …“.
Meinte Herbert Kegel mit diesen „Schatten“ vielleicht die unbewussten, dunklen Anteile seiner Persönlichkeit?

 

Kegel und der Rundfunkchor: Eine Hassliebe

Ernennungsurkunde zum Generalmusikdirektor von 1958
Dokument: Nachlass Herbert Kegel im Archiv des Leipziger Rundfunkchores

Die Beziehung zwischen dem Rundfunkchor Leipzig und Herbert Kegel war eine Hassliebe.
Oder: War es für Kegel vielleicht ein „Liebesbeweis“, mit dem Chor, wie auch mit seinen Orchestern, Mitarbeitern, Familienangehörigen – oder wohl mit allen Menschen, mit denen er im alltäglichen Leben verbunden war – zu kämpfen, im Clinch zu liegen?
Achtete er vielleicht nur diejenigen, die seiner oftmals despotischen Art etwas Ebenbürtiges entgegenzusetzen hatten?

Wer Berichte über den Menschen Kegel liest oder hört, kann leicht den Eindruck gewinnen, es mit verschiedenen Persönlichkeiten zu tun zu haben. Oft schlägt ein Persönlichkeitsausdruck binnen Kürze in einen anderen, entgegengesetzten, um. So berichtet beispielsweise die Sopranistin Charlotte Oettel in ihrem Skandinavien-Reisetagebuch von der Ansingeprobe vor einem Konzert im Oktober 1957 in Finnland:
„Gestern Abend war ich vor dem Konzert hier so erschöpft, dass ich nicht glaubte, stehen zu können, und noch viel weniger singen.
Wir probten vor dem Konzert in der Konzerthalle. Es klang mies.
Kegel fragte, was los wäre, ob wir müde wären. Achtelik sagte etwas von stimmlicher Indisposition und ich sagte, ich könne kaum stehen, so elend wäre mir. ‚Da fahren Sie nach Hause
, fuhr er mich an und brach sofort die Probe ab.
Nach einer Weile kam er in unser Zimmer und sagte zu mir:
Da vorn ist ein leeres Zimmer, wenn Sie sich bisschen ausruhen wollen.
Ich ging hin, es war sein Zimmer, und legte mich auf die Couch … Das Konzert war gut, ich war auch gut …
Die Fuchs kam später und erzählte, Kegel säße in der Halle und hätte zu ihr gesagt:
Die gute Oettel, erst konnte sie nicht und dann konnte sie doch singen. Oder ist sie jetzt tot?
Mit einem solchen Grinsen im Gesicht. Das ist schon ein Schuft.
Aber was er auf dieser Reise leisten muß ist auch nicht leicht.“

 

Emotionale Ausbrüche

Chormitglieder, die unter ihm als Chef gearbeitet haben, erzählen von Unerbittlichkeit und Härte im Probenprozess. Selbst emotionale Ausbrüche und unflätige Reden seien die Regel gewesen. An manchen Stellen ist in den Chortagebüchern extra vermerkt, wenn der Chef einmal zufrieden war und „normal“ probte. Das Festkonzert zum zwanzigjährigen Bestehen des Rundfunkchores dirigierte Kegel im Januar 1967 selbst. Es wird berichtet, Kegel habe eine ganze Probenstunde an den Anfangstakten der Brahmsschen Waldesnacht gearbeitet. Nicht selten hatte man den Eindruck, er wolle schon beim Einatmen abbrechen. In einer Probe zu diesem Festkonzert erlitt eine ältere Kollegin wegen der Kegelschen Ausbrüche einen Nervenzusammenbruch und musste den Raum verlassen. Nach einer Weile gestand er ein, ihr Verschwinden bemerkt zu haben und meinte in einem für ihn so typischen Rumpfsatz: Soll wieder reinkommen!“ Wer ihn kannte, konnte das schon als Entschuldigung werten.

Der Chronist des Chortagebuches hat festgehalten, was sich im März 1976 während eines Schallplatten-Aufnahmetermins für Schönbergs Moses und Aron zugetragen hat:
„18 Uhr Aufnahme (Paul-Gerhardt-Kirche) Schönberg Moses und Aron 1. Akt, 4. Scene Es kommt zum Eklat.
Kegel bewirft grundlos einen 1. Geiger mit dem Taktstock. Dieser wirft zurück und verlangt eine Aussprache, die aber durch Kegels Weigerung, sich zu entschuldigen, platzt.
Sämtliche 1. Geigen verlassen ihren Platz. Ein Abbruch der Aufnahme droht.
Kollege Schönekerl versucht zu vermitteln und erreicht bei Kegel eine Entschuldigung, die keine war.
Man arbeitet weiter, wenngleich auch die Atmosphäre keine gute war.
Zehn Minuten vor 22 Uhr war der Termin beendet.“

 

Harte Schale – weicher Kern

Herbert Kegel forderte nach eigener Aussage von seinen Ensembles in Proben 130 Prozent an Leistung, damit im Konzert dann 100 Prozent geboten werden konnten.
Auch wenn der Chor oft unter seiner unmenschlichen Art in den Proben litt, waren alle Verletzungen nach einem hervorragenden Konzerterlebnis – was eher die Regel als die Ausnahme war – völlig vergessen.
Es wird immer wieder berichtet, Kegel sei nie nachtragend gewesen und habe sich im persönlichen Gespräch stets aufgeschlossen und einfühlsam gezeigt. So berichtet eine Chorsängerin (Kegel probte an einem Sonnabendvormittag für eine außerdienstliche Schallplatten-Aufnahme), dass Herbert Kegel tags zuvor verkündet hatte, die Sonnabendprobe würde auf jeden Fall länger dauern, als geplant. Sie ging vor der Probe zu ihm und bat, eher gehen zu dürfen, weil sie am Abend im Erzgebirge solistisch zu singen habe, vorher eine Probe stattfände, sie dort selbst hinfahren müsse und vorher ihr kleines Kind unterzubringen habe.
Kegel reagierte verständnisvoll und entgegnete erstaunt:
„Und das wollen sie alles noch schaffen? Ich mache sowieso nicht länger.“ Und daran hielt er sich dann auch.

Auch die zitierten Ausschnitte des Briefes von Gert Westphal an Herbert Kegel lassen nur den Schluss zu, dass die Zusammenarbeit und das Zusammentreffen der beiden Männer äußerst harmonisch verlaufen sein muss. Ähnlich die Ehefrau Carl Orffs, Liselotte, die 2003 schrieb:
und (ich) bin sehr froh darüber, dass ich diesen engagierten, feinfühligen Dirigenten und Menschen noch kennenlernen durfte.“

 

„Walzerlied für Käthe“ vom 5. November 1939 in der Handschrift Herbert Kegels
Dokument: Nachlass Herbert Kegel im Archiv des Leipziger Rundfunkchores

 

Herbert Kegel sprach von sich selbst in späteren Jahren als Romantiker, war sich seiner weichen, weiblichen Anteile also durchaus bewusst.
“Ich habe ungeheuer romantisch komponiert”, war sein Fazit nach den Kompositionsstudien bei Boris Blacher.
Zahlreiche Lieder und das Fragment der Operette “Musik für Evelyn” geben davon Zeugnis ab.
Leider hat sich die Partitur des Werkes nicht erhalten. Lediglich einige Orchesterstimmen existieren noch im Notenarchiv des MDR.
Der hier zu hörende Ausschnitt aus dem Jahr 1949 ist das einzige erhaltene Klangdokument aus Kegels Werk:

 

Hörprobe

Herbert Kegel: Einmal kommt zu dir der Mann deiner Träume

 

Aus der Operette „Musik für Evelyn“
Solistin: Irma Hofer
Großes Rundfunk-Tanzorchester
Radio-BigBand Leipzig

Dirigent: Herbert Kegel
Aufnahme: Mitteldeutscher Rundfunk Sender Leipzig am 13. November 1949

Ursprünglich müssen weitere Aufnahmen der Operette von Herbert Kegel existiert haben, so beispielsweise der Song „Liebling, ich schreib‘ in Gedichten“.
Belege des im Notenarchiv des Mitteldeutschen Rundfunks teilweise überlieferten Orchestermaterials deuten darauf hin. Leider fehlen die Gesangsstimmen sowie die Partitur.

 

Kegel probt …

Leider existieren keine Probenmitschnitte mit Kegel am Pult im MDR-Schallarchiv.
Glücklicherweise haben sich aber private Kassettenrecorderaufnahmen im Nachlass Kegels erhalten:
Geprobt wurde für Aufführungen von Gustav Mahlers 8. Sinfonie am 7. und 8. Juni 1981 im Dresdner Kulturpalast.
Die Aufnahmen der Schlußszene des Zweiten Teiles der Sinfonie der Tausend nach Worten aus Goethes Faust geben einen guten Eindruck von Kegels Arbeits- und Ausdrucksweise wieder:

 

 

Die Kassette befindet sich im Nachlass Herbert Kegels im Chorarchiv.

In der Kegel-Biografie heißt es zu den Aufnahmen:
Ein Freund der Familie, Wolfgang Behrens, hat damals einen privaten Tonbandmitschnitt von der Klavierprobe und der am nächsten Tag folgende Orchesterprobe gemacht.
Er erinnert sich: “Diese Stelle lag Herbert Kegel besonders am Herzen. Der Gesang sollte ‘spärengleich’ – wie vom Himmel kommend – in den Saal geführt werden. Dazu wurde Celestina Casapietra außerhalb des Saales weit weg in einem Flur plaziert. Die Anweisungen des Dirigenten erhielt sie ‘fernmündlich’. Ärgerlich, aber manchmal auch mit Humor und dann wieder mit verzweifeltem Zorn den Technikern gegenüber wurde noch und noch einmal wiederholt, immer dieselbe Stelle.”

 

 

Ausschnitt aus der Orchesterprobe mit der Dresdner Philharmonie und der Sopranistin Celestina Casapietra als Mater gloriosa (dieselbe Stelle wie zur Klavierprobe).

 

Die Kindheit als Schlüssel?

Wohl kaum ein Dirigentenkollege kannte Herbert Kegel besser als Horst Neumann. Die Kegel-Biografin Helga Kuschmitz schreibt über die Näherungsversuche Neumanns an die Persönlichkeit Kegels:
„Ihn bewegte später, ausgelöst durch den jahrelangen engen künstlerischen und menschlichen Kontakt zu Kegel der Gedanke: Warum macht es sich dieser begabte Mann so schwer? ,Ich habe mich oft gefragt, was war es, was er suchte in seinem Leben und was hielt ihn ab, Frieden und Zufriedenheit zu finden?
(Kuschmitz,2003, S.40)

Über die Kindheit und Jugend von Herbert Kegel ist wenig Persönliches bekannt. Biografin Kuschmitz schildert jedoch, was geschah, nachdem der mindestens 7jährige Herbert bei einem Streifzug durch die Natur nicht  daran dachte, Klavier üben zu müssen:
„Über all den Eindrücken vergaß der Knabe Herbert schon einmal Klavier zu üben. ,Ich ging singend durch die Wiesen und habe meiner Mutterʻ, die er später als
hart, aber gütig charakterisierte, ,Berge von Blumen mitgebracht.ʻ Der Vater war darüber so erbost, dass er das Instrument für Wochen verschloss und es erst auf beharrliches Drängen des Sohnes wieder öffnete. Das muss ein Schock für den Jungen gewesen sein. Jahrzehnte später, um 1987, kam Kegel einmal überaus glücklich von einer Konzertreise zurück, setzte sich an den Flügel um zu spielen – der war verschlossen. Das damit verbundene Toben konnte sich zunächst niemand erklären … dabei war der Flügel während der Abwesenheit nur zum Schutz verschlossen gewesen.“

Kegel bekam im Alter von sieben Jahren das erstes Klavier von seinen Eltern geschenkt. In solch einem Alter ist die kindliche Persönlichkeitsstruktur schon zu weit herausgebildet, um von einem traumatischen Erlebnis grundlegend geprägt zu werden. Wenn jedoch die Eltern das Kind im späteren Kindesalter durch derart repressive Methoden bestraften, es also an seiner verwundbarsten Stelle, dem Musizierdrang, trafen, dann haben sie den zwei- oder dreijährigen Herbert mit Sicherheit ähnlich behandelt und ähnlich verwundet.

 

Neujahrsgrüße an den Rundfunkchor und seinen Chefdirigenten Jörg-Peter Weigle für 1987
Dokument: Archiv des Leipziger Rundfunkchores

 

Ein dermaßen gedemütigtes Kind wird den erlittenen Schmerz auf keinen Fall nochmals spüren wollen, es wird ihn verdrängen, abspalten – und es wird sich starkmachen, sich schützen, auf der Hut sein vor den bedrohlichen Absichten anderer. Ist es nicht besser, selbst stark zu sein, selbst die Kontrolle zu behalten, der Boss zu sein und die Regeln aufzustellen, um sie möglicherweise dann selbst wieder zu brechen?
Aber tief im Innern, unter der harten Schale, wird das Herz des abhängigen, verletzlichen, kleinen Kindes weiter schlagen. Möglicherweise wird ein so geprägter Mensch eher spüren, wie verletzlich andere Menschen sein können, er wird sie verstehen und sich wohl auch schützend vor sie stellen. Im eigenen Leben wird sich solch ein Mensch eher in Hab-acht-Stellung befinden und kämpfen, als sich zum Spielball anderer machen zu lassen.

Es deutet manches darauf hin, dass Herbert Kegels Persönlichkeit ähnlich strukturiert war. Die Arbeit und alles, was mit ihr verbunden war, schien für ihn ein sicherer Lebensbereich zu sein. Hier konnte ihm niemand etwas vormachen, hier hatte er das Sagen, die Kontrolle – die Macht. Und je tiefer er sich in die Arbeit stürzte, um so kleiner wurde die Gefahr, verletzt zu werden und die alten, inzwischen unbewusst gewordenen Verletzungen erneut spüren zu müssen. Bis ein Ereignis, wie ein zufällig verschlossener Flügel, die verdrängten Gefühle eruptionsartig wieder freisetzt.

 

Portraitfotos Herbert Kegels von 1947 bis 1987
Fotos: privat – Nachlass Herbert Kegel – Jahresprogramme des DDR-Rundfunks sowie aus dem Archiv des Leipziger Rundfunkchores

 

Die „Droge“ Musik

Vielleicht bedeutete Arbeit für Herbert Kegel nicht nur, ein Werk musikalisch zu gestalten und seinen Inhalt adäquat zu interpretieren. Zu seiner Arbeit schien es auch zu gehören, seine Musiker und Sänger unter seinen gestalterischen Willen zu zwingen, wenn es sein musste, auch mit der „Knute“. Aber war denn dieses Vor-sich-her-Peitschen seiner Mitarbeiter in seinen Augen wirklich etwas so schlimmes? Schließlich war doch der Mensch, den er am meisten quälte, wohl immer noch er selbst?!

So war Arbeit für diesen Dirigenten wohl kein Mittel, seinen persönlichen Ehrgeiz, seine Geltungssucht zu befriedigen. Wie oft hob er bei aller Freude und Erleichterung nach einer gelungenen Aufführung die Partitur hoch und lenkte so den Applaus weg von sich selbst und hin auf das Werk. Nein, Herbert Kegel schien nicht geltungssüchtig zu sein. Arbeit war wohl die Droge, die allein die Abgründe in seinem Inneren zu überbrücken vermochte und seinem Leben einen tieferen Sinn zu geben im Stande war.

Als Shooting Star, zu dem man den jüngsten GMD der DDR in der Rundfunkzeitschrift ff dabei kreieren wollte, eignete sich Herbert Kegel kaum. Etwas verlegen und ungelenk klemmt er hinter Lenkrad eines Wartburg 353. Sein Metier war das Dirigentenpult, nicht das Steuer eines Autos. Seine Leidenschaft und “Droge” die Musik – nicht eine äußerliche Pose.

 

„Unerbittlich als Künstler, im Leben wie im Sterben …“

Grabstätte Herbert Kegels und seiner Eltern auf dem Stephanus-Friedhof in Dresden-Kleinschachwitz
Foto: Nachlass Herbert Kegel im Archiv des Leipziger Rundfunkchores

 

Im Sommer 1990 erreichte Kegel die Nachricht, dass der Rundfunkchor und das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig in einem vereinten Deutschland möglicherweise nicht mehr gebraucht würden. Er schrieb darauf an den Komponisten Georg Katzer:
„Anläßlich meines bevorstehenden 70. Geburtstages schicken Sie mir eine Todesanzeige (meines) Leipziger Rundfunkchores – meines Lebenswerkes – und des Rundfunk-Sinfonieorchesters zu.
Theoretisch könnten Sie gleich eine Grabstelle für mich als den quasi lebenslänglichen Leiter reservieren

Protestkundgebung der Rundfunk-Klangkörper vor dem Funkhaus in der Leipziger Springerstraße gegen die Auflösungsbestrebungen der Politik
Foto: Privat

Neben dieser Hiobsbotschaft musste Kegel feststellen, dass er im Musikleben immer weniger gefragt war, dass ihm also die „Droge Arbeit“, die er so dringend für ein erträgliches Leben brauchte, immer weniger zur Verfügung stand. So war es bei aller Tragik wohl folgerichtig, dass Herbert Kegel am 20. November 1990 mit 70 Jahren freiwillig aus dem Leben schied. Damit war er ein letztes Mal hart zu einem Menschen – zu sich selbst. Oder wollte er nur das verletzliche kleine Kind in seinem Innern vor den Bedrohungen der Welt schützen?

Zum 5. Todestag Kegels schrieb Werner Wolf eine Erinnerung unter dem bezeichnenden Titel:
„Unerbittlich als Künstler, im Leben wie im Sterben: Herbert Kegel“.

Es sind hier Fragen gestellt und Vermutungen geäußert worden.
Selbst Herbert Kegel hätte darauf wohl keine Antworten geben können.

 

„Kegeleien“

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BILDERGALERIE:
„Kegeleien“

Aussprüche von Herbert Kegel in Illustrationen von Hanna Czapka
Mit freundlicher Genehmigung der Tochter, Christiane Schneider
Von Hand zu navigieren

 

Dank und Literaturempfehlung

Wir danken Frau Annerose Kegel, der Witwe Herbert Kegels, sehr herzlich für die Unterstützung der Chronik des Leipziger Rundfunkchores, insbesondere für die Überlassung von Teilen das Nachlasses an den Leipziger Rundfunkchor.

Helga Kuschmitz: Herbert Kegel – Legende ohne Tabu. Ein Dirigentenleben im 20. Jahrhundert
Eine spannende Dirigentenbiographie in Wort und Bild, dazu eine CD-Beilage mit Kompositionen und Mitschnitten aus dem Schaffen von Herbert Kegel

 


 

Kapitelübersicht

→ XVIII-01 Jörg-Peter Weigle – Vom Thomaner zum Chordirigenten
 → XVIII-02 Das Neue Gewandhaus: Lang ersehnt – endlich vollendet
 → XVIII-03 Und immer wieder: Peter Schreier
→ XVIII-04 Herbert Kegel und kein Ende
 → XVIII-05 Herbert Kegels Interpretationen der „Gurre-Lieder“ und des „War Requiems“
  Annäherungsversuch an den Menschen Herbert Kegel
 → XVIII-07 Der Schallplattenchor der 1980er Jahre
 → XVIII-08 Kurt Masur – Kaleidoskop einer langen Freundschaft
 → XVIII-09 Bekannte Namen

 


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